| Rheinsteig® Tour 2005 Der erst im September
2005 offiziell eröffnete Rheinsteig®
war das Ziel der Vereinstour 2005 von Red Pulse. Der Rheinsteig®,
so heißt es, ist die logische Zusammenführung rechts-rheinischer
existierender Wanderwege und führt von Bonn bis nach Wiesbaden.
Mit ca. 320 km Gesamtlänge sicher eine mehrtägige Angelegenheit
für Wanderer und Biker. Da wir im letzten Jahr beschlossen hatten
so wenig wie möglich mit dem Auto zu fahren, hatte Uwe Trump die
Funktion des Tourenguides übernommen und einen Rundkurs entwickelt,
der linksrheinisch den mit einem “R” gekennzeichneten Rheinhöhenweg
in die Tourenplanung mit einschloss. Unser guter Draht zur Wetterfee
sorgte auch dieses mal dafür, dass wir am letzten September Wochenende
Sonnenschein und warme Temperaturen en gros hatten. Grober Streckenverlauf
des ersten Tages: Bingerbrück, Salzkopf (628m), Perscheid, Oberwesel,
Karbach. Zur ersten Übernachtung ließen wir den R rechts
liegen und bogen nach Halsenbach (Ehr) ab. In dem o.g. gemütlichen
Landhotel beschlossen wir unseren ersten Tag bei einer zünftigen
Mahlzeit und einigen wenigen Weizenbieren um unseren Hydrohaushalt wieder
aufzufrischen. Tag zwei war mit
75km angesetzt, sollte sich aber später als wesentlich länger
herausstellen. Weiter dem Rheinhöhenweg folgend fuhren wir nach
Boppard. Unter der Seilbahn schoben und trugen einige “harte”
Jungs ihre Bikes ca. 200 Meter bergauf. Der intelligentere Teil der
Gruppe umfuhr diese anstrengende Passage auf Asphalt. Oben bietet der
“Vierseenblick”
eine klasse Aussicht auf die 180 Grad Rheinschleife bei Boppard und
Filsen. Etwas unterhalb des Aussichtsrestaurantes befindet sich eine
offizielle MTB
Downhillstrecke mit einem kleinen “Sprung-Gelände”.
Ein junger Bursche zeigte uns CC/Marathon Hasen, wie man so etwas angeht.
Solch einen tosenden Applaus hatte der Bub selten nach seinen “Aerials”.
Gerne wären wir selbst mal gesprungen, aber die Zeit verging doch
schneller als uns lieb war. Also, weiter dem R folgend ging unsere Vereinstour
weiter. Ca. 10 km vor Koblenz bauten wir noch einen kleinen Abstecher
zum Kuehkopf (382m) ein, da hier der Fernsehturm steht, den man bei
gutem Wetter auch noch vom Rheingau aus sehen kann. Eine gute Entscheidung,
da ganz in der Nähe ein ansprechender Singletrail bis fast hinunter
zum Rhein führt. Der Einstieg ist zwar durch die eingebauten Holzstufen
nicht so schoen, weiter unten gestaltet sich der Weg jedoch größtenteils
als fahrbar mit einigen schnellen aber auch felsigen Spritzkehren; für
die Trailer auf erhält der Abstieg auf jeden Fall das Prädikat“Empfehlenswert”.
Koblenz war der geplante Wendepunkt unserer Tour. Da es Zweifel über
den Zustand des Radweges neben der Eisenbahnbrücke gab, entschlossen
wir uns kurzerhand mit der Fähre, bzw. Einem kleinen Fahrgastschiff
(inkl. Radtransport) auf die rechte Rheinseite über zu setzen.
Sommerliche Temperaturen
bei strahlend blauem Himmel sollten auch an unserem letzten Tag unsere
Wegebegleiter sein, und das trotz anders lautender Wettervorhersagen.
Helmut Ujen kannte ab hier den Verlauf des Rheinsteiges und so fuhren
wir das erste Mal ganz bewusst auf dessen Wegeführung Diese Entscheidung
ist in jedem Falle sehr empfehlenswert, da gerade auf den ersten Kilometern
der Rheinsteig® ganz gezielt zu einigen sensationellen Aussichtspunkten
an den “Steilklippen” zum Rhein gelenkt wird. Der Rheinsteig®
(und auch der RP Weg ) verlaufen fast ausschließlich auf Forststrassen
und anspruchsvollen Singletrails. (Unsere Karte “Oberes Mittelrheintal”
zeigte hier einen Weg mit der Kennzeichnung RP...dies nur als Anhaltspunkt).
Dieser Abschnitt ist beinahe durchgehend befahrbar, hat aber vor Doerscheid
noch einen Schiebe-und Trageabschnitt, der jedoch in ca. 15 Minuten
zu bewältigen ist. In Doerscheid legten wir unsere Mittagsrast
ein: Empfehlenswert ist das Landgasthaus
Bluecher mit einem wunderschönen Blick von der Sonnenterrasse
auf das Rheintal. Tanja Wittig, unsere Lady Marathonna, gesellte sich
hier zu uns, um die letzten Kilometer mit uns zu bewältigen. Dem
Rheinsteig® folgten wir nun größtenteils exakt bis nach
Kaub. In Kaub aber sollte man dem Rheinsteig® nicht zwingend folgen,
da Dieser dort die Gastronomie anlenkt, was dem Wanderer ja auch entgegenkommt,
dem Biker sich aber lediglich als Trepp-Auf, Trepp-Ab darstellt. Stattdessen
sollte der anspruchsvolle Biker lieber dem Wanderweg mit der Bezeichnung
Nr. 7 folgen. Die Route “7” führt schließlich
stets in Rheinnaehe und eröffnet dem Biker und auch dem Wanderer
dauerhafte Einblicke in das Rheintal. Zudem passiert man mehrere Burgen
(Burg Gutenfels, Burg Nollig ). Ab Lorch kann man den 7’er Weg
weiterfahren. Wir entschlossen uns jedoch zurück auf den Rheinhöhenweg
zu radeln, um unsere Abschlusslokalität von “oben”
anfahren zu können. Unser (kulinarischer) Abschluss befand sich im Rebenhaus, weit über den Dächern von Rüdesheim, kurz unterhalb des Niederwalddenkmals. Der Ausblick auf den Rheingau ist von dort oben ein echtes Highlight. Grober Streckenverlauf
des zweiten Tages: Loreleyfelsen St.Goarshausen, Bornich, Doerscheid
(Mittagsrast), Kaub, Lorch, Zwölf Apostel, Eiserne Hand, Aulhausen,
Rüdesheim Gesamtkilometer:
203 km Ein letzter Tip
für die Tourenplanung auf deutschen Wanderwegen
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