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| Rennsteig Tour - Tag 1 Der frühe
Vogel
fängt den Wurm. So auch wir Redpulser, die am Freitag, den 03.09.2004
um 4:00 Uhr in der Früh in Winkel starteten, um im Thüringer
Wald unsere MTB-Rennsteig Tour anzutreten. Die Bikes und das Gepäck
hatten wir bereits am Tag zuvor verstaut und ca. 4 h später erreichten
wir auch schon Blankenstein, das offizielle Ende des Rennsteiges. Hier
wartete schon unser “Veranstalter”
um alle 17 Teilnehmer nebst Bikes und Gepäck nach Hörschel
zu transportieren. Dort begann dann auch gegen 11:30 Uhr endlich die
eigentliche Rennsteig-Biketour bei „kitschblauem“ Himmel
und angenehmen 26 Grad Celsius -> Perfekt also.
Logisch, den traditionellen Stein fischten wir uns aus der Werra um
ihn dann später in die Saale zu schmeißen. Gemächlich
traten wir also in die Pedale, da wir uns auf keinen Fall schon am ersten
Tage zu sehr auspowern wollten. Wolfgang hatte die Routengeschwindigkeit
absichtlich niedrig auf weniger als 10km/h geschätzt und so schlecht
hatte er damit dann auch nicht gelegen. Am ersten Tag mussten zwar nur
47 km zurückgelegt werden, jedoch auch die meisten Höhenmeter.
Für die weniger Geübten und Sitzfleisch-Trainierten Biker/Innen
sollte dies die anstrengenste Etappe werden. Immerhin wurde der „Großer
Inselsberg“ (916 Meter) bewältigt. Schon bald zeigte
sich für Anke, dass eine Bronchitis einem ganz schön zusetzen
kann. Irgendwann war dann Schluss mit Lustig und die Zwangspause mit
einer Schiebepassage ließ nicht lange auf sich warten. Die Prämisse
vor Fahrtbeginn hieß jedoch, "die Geschwindigkeit richtet
sich nach dem langsamsten Fahrer" (Daher auch kein Problem für
die besser Trainierten unter uns). Und so drückten und schoben
wir Anke so gut wie es ging ab und zu ein Stückchen. Schon bald
hatte sie sich wieder erholt und es ging zügig weiter….na
ja, fast, denn Peter Pletz bekam auf einmal 6 km vor unserem ersten
Nachtlager mächtige Magenprobleme. Auch eine längere Pause
half nicht. Daher schickten wir den größten Teil der Gruppe
voraus und wir (Ralf, Peter K., Walter und Wolfgang) halfen dem Peter
so gut wie es ging. Mittlerweile war auch Udo Lips mit dem Bike zu uns
gestoßen und zeigte uns eine „entschärfte“ Route
bis zum „Hotel Ebertswiese“. Ein wirklich
urig gemütliches Hotel, inmitten der Natur auf einer riesigen Wiese.
Unser erster Tag endete mit einem idyllischen und lustigen Abend bei
Thüringer Spezialitäten und Bier gegen den Schweißverlust. |
Der Zweite Tag |
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Ausgeruht
und nach einem reichhaltigen Frühstück starteten wir dann am
2. Tag unserer Tour bei gewohnt gutem Wetter. Schon kurz nach Beginn verloren
wir Uwe, Christian, Walter und Wolfgang, die sich in einen Singletrail
stürzten, der nicht zum Rennsteig gehörte, jedoch aber ca. 2
km später wieder auf Denselbigen führte. Dieser kleine Umweg
genügte jedoch, um die Gruppe für die Dauer von ca. einer Stunde
zu teilen. Was aber nicht weiter schlimm war, da der gesamte Rennsteig
hervorragend ausgeschildert ist. Und wenn man sich mal verfährt,
findet man sehr schnell wieder den roten Faden, bzw. das weiße „R“.
Bevor alle Biker wieder vereint waren, galt es jedoch den „Sperrhuegel“
zu meistern. Dieser Hügel „versperrt“ einem wirklich
den Weg und die Rampe mit fast 20% Steigung macht einem schon zu schaffen.
Aber für die Redpulser nur ein kleines Problem. Eine kurze Pause
machten wir in Oberhof, wo wir den Biathleten beim Sommertraining
zuschauen konnten. (Hier fanden u.A. die Biathlon Weltmeisterschaften
im Frühjahr 2004 statt). Die richtige Mittagspause fand dann in der
super gemütlichen Berghütte „Suhler Hütte“
statt. Ein sehr guter Tipp unseres Veranstalters und unbedingt weiter
zu empfehlen. Der höchste Punkt der Rennsteig Tour stellte sich in
Form des „Grosser Beerberg“ entgegen. Nicht
weiter tragisch, da diese zweite Etappe als die Schönste bezeichnet
werden kann. Herrliche Landschaften, super Singletrails und Waldautobahnen,
die wirklich schöne Up- and Downs boten, ließen uns die anstrengen
Wurzelpassagen schnell vergessen. Nach ca. 60 km erreichten
wir Masserberg um den zweiten und letzten Abend gebührend zu feiern.
Vorher trugen jedoch Hubert und Olaf noch ein flottes Zeitfahren aus,
um den Tagessieger (oder was auch immer) zu ermitteln. Der Verlierer (Olaf)
ging wortwörtlich Baden, und zwar im Kurteich. Im Kurort Masserberg
fanden wir dann schnell ein geeignetes Wirtshaus um kleine ortsübliche
Leckereien (Krabbeldiewandnuff) zu genießen.
Auch Tanja fand das ein oder andere Likörchen nicht übel. Ein
weiterer gelungener Abend.
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Tag 3 |
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Am 3. und letzten Tag musste der größte Teil der Tour, nämlich 75 km, zurückgelegt werden. Glücklicherweise ging es tendenziell mehr bergab als bergauf, und daher lag die Durchschnittgeschwindigkeit eher über den angepeilten 10km/h. Anke und Peter entschlossen sich, diesen Tag mit dem Wagen zu fahren, da ihr gesundheitlicher Zustand ein weiteres Biken erschwerte. Peter hatte sogar schon den zweiten Tag gecancelt. Sein Magenproblem wollte einfach nicht verschwinden. Schade! Die Entscheidung war jedoch auf jeden Fall die Richtige, da einige Wurzelpassagen einen runden Tritt nicht erlaubten. Das Geschüttel ließ sich am besten auf einem Fully ertragen. Gut, wer Eines unter dem geschunden Popo hatte. Apropos Popo, Gitte hatte leider kein Fully, jedoch einen …Autsch ;-) Abwechslungsreich und interessant war das Überqueren der ehemaligen Zonengrenze. Alte Wachtürme und zugewachsene Betonpisten zeugen noch heute von dem einst geteilten Deutschland. Gut für Wanderer und Biker, das sich letztendlich hier ein faszinierender Wegeabschnitt wieder eröffnet hat. Gegen 17:00 Uhr erreichten wir Blankenstein und hatten somit über 70 km auf dieser Etappe zurückgelegt. Anke traf etwas später mit dem Wagen und unserem Gepäck ein, sichtlich erschöpft von dem Herum - Gegurke durch den Thüringer Wald (Schmale Landstrassen und viele Baustellen mit Umleitungen). Danke Anke, Du hast uns allen anderen diese zusätzliche Schleichfahrt mit dem PKW erspart. Nicht vergessen: Der mitgenommene Stein aus der Werra musste nun in die Saale geworfen werden, sonst wäre diese Reise umsonst gewesen und das Glück würde uns verlassen… (ein wenig abergläubisch, ja ja) Insgesamt
lagen ca. 180 faszinierende Bike-Kilometer, und jede Menge lustiger Erinnerungen
hinter uns. Ein letztes kühles Blondes in Blankenstein, die Räder,
uns selbst und das Gepäck in die Autos, und ab zurück in den
Rheingau. Die 4 h Fahrt machten dann doch noch mal richtig Mühe (zumindest
Ralf und Wolfgang = Fahrer) und vor allen Dingen Müde. Aber man kann
wirklich sagen, dass sich diese Anreise gelohnt hat. Wer weiß, vielleicht
werden wir einmal wieder den Rennsteig in zwei Tagen, in die andere Richtung
befahren?? Wer weis ?
Vielen
Dank an dieser Stelle noch mal für den Zangenmann Klaus Kropp
und den FSV Winkel für die Bereitstellung der Transporter.
Ebenso an Kalli Crass, der sein Fahrzeug zur Verfügung
gestellt hatte. |
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