| Touren -> Comer See | ||
| Die 1996'er Tour sollte uns ursprünglich durch den Graubündner Teil der Schweiz führen. Wir fuhren zwar den ersten Tag wie geplant, doch das Wetter in der Alpenregion um Trimmis bei Chur zwang uns dann auf Plan "B" auszuweichen. Plan "B" war der sog. Spontanplan, d.h. wir fuhren einfach so lange weiter Richtung Süden bzw. Alpensüdseite, bis das Wetter unserem Geschmack entsprach. Teilnehmer: Günter Schaub, Stefan Petry, Wolfgang Bruchhäuser, Roland Pütz. |
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| 1. Tag | Start der Tour um 9:00 Uhr in Trimmis (580 M.ü.NN). Auffahrt nach Stams auf 1645 M.ü.NN. Abfahrt nach Valzeina. Talfahrt über Schiers nach Fideris (743 M.ü.NN). Auffahrt zum Skihaus Neuberg (1939 M.ü.NN). Ankunft 15:30 Uhr. Reine Fahrtzeit: 6,5 h // Distanz :52,3 km // Gef. Höhenmeter: ca. 2500 // Av. Geschwindigkeit: 12,1 km/h // Max. Geschwindigkeit: 63,3 km/hBemerkungen: Stefan P. bekommt einen Krampf in der Leistengegend, worauf Quacksalber Roland P. magische Pillen verschreibt. Stefans Schmerzen stellen sich später als Scheidenkrampf heraus, der aber durch intensive Massage behandelt und behoben werden kann. |
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| 2.Tag | Regen !!! Wir übernachten im Skihaus Neuberg und landen dort mitten in einem Jahrgangstreffen. Die Party geht bis tief in die Nacht. Der Busfahrer der Partygesellschaft meint, es würde in den nächsten zwei Tagen weiter Dauerregen geben. Wir entschliessen uns deshalb zum Tourabbruch. Plan "B " tritt in Kraft. Doch zuerst müssen wir zurück zum Fahrzeug. Abfahrt von der Skihütte um 11:00 Uhr, es geht über den Faninpass (2200 M.ü.NN). Der Regen geht in Schneefall über. An der Passhöhe angelangt fahren wir ca. 15 min. einen Schlamm - und Gerölldownhill bis zu einen Almhütte. Der dort ansässige Bauer erklärt uns, dass wir oben wohl falsch abgebogen sind. Später stellt sich heraus, dass irgend so ein A..... das Schild auf der Passhöhe herumgedreht hat. Also wieder hochschieben. Fahren im Schlamm war nicht mehr möglich. Abfahrt nach Peist und dann auf Aspahlt nach Chur. An einer Tankstelle müssen wir die Bikes erst mal Dampfstrahlen. Fett und Öl haben wir sowieso schon auf der Passhöhe gelassen.... Kurze Gegenwindfahrt nach Trimmis wo der Wagen steht. Mit dem Auto über den Splügenpass, wo ein Moto-Trialer uns zeigt, wie man aus dem Stand auf einen 1,5 Meter hohen Felsen springt (Beeindruckend!). Weiterfahrt nach Morbegno (Italien) Nähe Comer See. Hier haben wir uns ein Hotel für die nächsten Tage als Übernachtungsstätte gewählt. Details: Distanz: ca. 40 // Av. Geschwindigkeit: 19 km/h // Max. Geschwindigkeit: 61,9 km/h // Reine Fahrtzeit: 2h //Abfahrt 11:00 Uhr - Heuberg - 5°C - Regen // Passhöhe Faninpass - ca. 11:45 Uhr - ca. 3°C - Schneefall // Trimmis ca. 14:00 Uhr - 15°C Trocken - Bewölkt // Morbegno ca. 17:00 Uhr - 24°C Sonnenschein. |
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| 3.Tag | Nach ausgiebigem (und notwendigem) Instandsetzen der Bikes geht es um 13:00 Uhr endlich los. Eine Tour ins Ungewisse. Trotz eilig eingekaufter Karte finden wir den ausgewählten Wanderweg nicht. Mehrere schwere Uphills mit Schieb - und Tragepassagen bringen uns erneut auf Wege, die lediglich an irgendwelchen Almhütten enden. Ungefähre Fahrtroute: Morbegno (262 M.ü.NN) Mello (681 M.ü.NN) Poira die Fuon (1118 M.ü.NN), Cercino (526M.ü.NN), Cino, Pa Prati dell'O (1226 M.ü.NN) Prati Cuper (1178 M.ü.NN), Cino, Mantello, Morbegno. Details: Gef. Höhenmeter: ca 1500 // Fahrtzeit: 3 h 42 min. // Distanz: 57,7 km // Av. Geschwindigkeit: 15,5 km/h // max. Geschwindigkeit 59,5 km/k. Besondere Vorkommnisse: Rolands Sturz. Abgang an einem sehr schmalen Fahrweg, eher Pfad. Theoretisch tödlich. Bäume und Sträucher stoppen den Fall glücklicherweise schon nach drei Metern. Rolands letzte Worte vor dem Sturz "Määännner !!!!!" |
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| 4.Tag | Gutes Wetter, ca. 22 °C. Überwiegend Sonnenschein. Tour: Start in Morbegno ins Val Massino (206 M.ü.NN) nach Cataeggio (841 M.ü.NN), Val die Sasso Bisoio, Steinbruch (1225 M.ü.NN, gewaltig aber leider nur zu Schieben und zu Tragen, da Strasse total zerstört (Stand 1996)). Mittagsrast in der Rifugio Scotti (1500 M.ü.NN). Preda Rossa (1955 M.ü.NN), Tragepassage zur Gipfelkirche Sankt Quirico (2131 M.ü.NN). Super Downhill mit Trialeinlagen nach Meria (1734 M.ü.NN). Querpfad durch Tal nach Verdel (1716 M.ü.NN) und weiter nach Callec (1456 M.ü.NN). Schneller Schotter-Asphalt Downhill nach Buglio in Monte (577 M.ü.NN). Weiter auf Asphalt ins Tal nach Massino (2106 M.ü.NN) und zurück im Endspurt nach Morbegno. Details: Startzeit: 11:00 Uhr // Ankunft 19:00 Uhr // Distanz: ca. 64 km (Tragepassagen wurden wahrsch. nicht mitgezählt) // Getragene km: ca. 5 // Av. Geschwindigkeit: 15,2 km/h // Max. Geschwindigkeit: 64,7 km/h // Gefahrene Höhenmeter: ca. 2100 Besondere Vorkommnisse: Roland (schon wieder !) zeigt uns sein abgebrochenes Lenkerhörnchen und gesteht uns ca. 3 !!! Stürze. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich weit darüber. Auf einer Asphaltstrasse wird Roland (warum immer er ?) fast von einem ca. 30 kg schweren Felsbrocken vom Bike geholt, der völlig unvermittelt vor ihm auf die Strasse knallt. Eine Sekunde später und es hätte gepasst (Glück muss man auch mal haben). |
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| 5.Tag | Der letzte Tag unserer Tour war noch einmal richtig anstrengend. Leider wurde er nicht mehr so genau dokumentiert, sodass hier nur noch die ungefähre Strecke beschrieben werden kann. Die Tour führt oberhalb des Lago die Mezzolo entlang. Der eigentliche Einstieg ist das Örtchen Verceia. Von dort aus geht es schiebend in das Valle dei Ratti bis an eine schmale Schienentrasse. Die Schienen liegen immer noch und werden auch noch von dreiradähnlichen Fahrzeugen benutzt. Wir fuhren also auch auf den Schienen (eigentlich zwischen den Schienen) bis zu einem unbeleuchteten schmalen aber langen Tunnel, durch den wir durch mussten. Held Günter S. ging ungekümmert voran, während sich Roland P., aufgrund der unglücklichen Erfahrungen der letzten Tage, noch etwas zurückhielt. Theoretisch könnte man den Tunnel auch durchfahren, dafür ist aber eine Lampe zwingend notwendig. Was sich später herausstellte: Am Ende des Tunnels befindet sich ein Lichtschalter, der tatsächlich funktionierte. Jetzt ging es fahrend auf einer in den Fels geschlagenen fantastischen Trasse weiter. Links gings steil bergab (mit Blick über den Comer See), war aber ungefährlich, da die ganze Strecke mit einem Geländer und mit einem Stahlseil abgesichert war. Die Länge dieser auf ca. 1200 M.ü.NN gelegenen Trasse belief sich auf ca. 3 km. Leider mussten wir am Ende unsere Bikes dann auch wieder bergab schieben und teilweise sogar tragen, da der ganze Abstieg eigentlich aus vielen Treppen mit sehr grossen Stufen besteht. Für uns war das grösstenteils nicht fahrbar. Wir hätten die Etappe in der umgekehrten Richtung fahren sollen, da es in die andere Richtung noch zu fahren gewesen wäre. So stiegen wir dann gegen 15:00 Uhr ungewaschen und müde in unseren PKW um die Heimreise in den Rheingau anzutreten. Skeptische Zollbeamte am Splügenpass verzögerten noch etwas unsere Ausreise, doch weitere 6 Stunden später waren wir wieder alle (auch Roland P.) gesund und unverletzt in der Heimat. |
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