| Touren -> Dolomiten 1998 | |||
| Die
Teilnehmer: Stefan Petry (PKW-Fahrer mitsamt Fahrzeug), Hubert Schindler,
Ralf Lott, Günter Schaub und Wolfgang Bruchhäuser (Tour-Guides). |
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1.
Tag, 1 Etappe (04. Juli 1998) Fahrtzeit/ Dauer: 6 h /8,25 h Länge : ca. 48 km exclusive Schiebe und Tragepassagen,) Höhenmeter ca. 2400 |
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2.
Tag, 2. Etappe (05. Juli 1998) ,,Der Service Tag"
Mit der Abfahrt an diesem zweiten Tag von Tiers (1028 M.ü.NN) ließen wir uns mächtig Zeit, da wir uns von dem reichhaltigen Frühstücksbufett kaum trennen wollten. Nach einer Freirunde Gesäßcreme von Günter und Wolfgang ging's gegen 10:00 Uhr endlich los. Eine lange, sehr lange Asphaltfahrt zuerst über den Niger Pass (1688 M.ü.NN) und ohne Aufenthalt zum Karer Pass (1745 M.ü.NN). Hubert stellte unterwegs fest, daß sein TitanRitzelpaket wohl doch nicht so ausreichend gut auf dem Freilauf befestigt war, was dem Schalten nicht gut bekam (Kettenrasseln wie zur Geisterstunde). Oben auf m Karer Pass haben wir glücklicherweise einen FI* getroffen, der zu allgemeinen technischen Tipps (Klugscheißer ! !!) auch noch den passenden Konus zum Festziehen von Huberts Zähnen dabei hatte. Nach erfolgter Instandsetzung fiel der Stefan wieder einmal unangenehm auf. Irgendwie schaffte er es, daß bei einem Minimal- Downhill sein Magura Klemmhebel der Vorderbremse aufsprang. Das hatte zur Folge, daß der Hydraulikschlauch abriß und beim verzweifelten Bremsversuch die gutschmeckende Hydraulikflüssigkeit genau in Stefans Gesicht schoß. Da half alles Spucken und Fluchen nicht, die Bremse war hinüber. An eine Reparatur dachte in diesem Moment niemand so richtig. Das hierzu benötigte Feuerzeug in den Bergen zu bekommen ist praktisch unmöglich, da alle Gebirgswanderer Nichtraucher sind. So fuhren wir weiter bergab auf der geplanten Route bis nach Moena (1184 M.ü.NN). Stefan wohlgemerkt nur mit der Heckbremse seine Geschwindigkeit kontrollierend. In Moena besorgten wir uns dann ein Feuerzeug und Hubert besorgte das passende halbe Hähnchen. Dann legte Magura Spezialist Ralf und Hydraulikschlauchfachüberzieher Wolfgang Hand an. Mit Feuerzeug, Kombizange (wichtiges Utensil) und Kettenöl reparierten wir die Bremse sogar so gut, daß Stefan meinte es wäre besser als vorher. Schulterklopfen war angesagt und die nächste Weizenbierrunde hatte einen Spender. Zurück zur Tour. Günter und Wolfgang beschlossen trotz verlorener Zeit von ca. 60 Min. die Tour im Original weiterzufahren. Das hieß ca. 5 km bei ca. 200 Höhenmetern, uninteressante Asphalt Auffahrt und Abfahrt zu bewältigen (Frage an die TourErFinder: Was sollte das ?). Egal, es ging weiter nach Pozza die Fassa (1325 M.ü.NN) und danach immer noch auf Asphalt zum Nicolo Pass (2340 M.ü.NN). Ein Schiebeweg der besonderen Art mußte aber bis zur Passhöhe bewältigt werden. Loser, feiner Schotter machte ein vernünftiges Schieben beinahe unmöglich. So ging's ca. 60 Min. bis rauf zum Rif. 5. Nicolo (2338 M.ü.NN). Dort gab's dann leider nur Kaffee ohne Milch, obwohl um die Hütte alles voller Kühe stand. Es folgte ein gut fahrbarer Downhill zum Rif. Contrin (2016 M.ü.NN) welches unser Nachtlager sein sollte. Ein Hochbettenmatratzenlager (militärischer Art) wurde mit einigen Wanderern (auch weibliche...) geteilt. Stefan erzählte uns, daß er am Morgen beim Waschen auch ein paar von Kälte ersteifte (weibliche) Nippel gesehen hatte (wer weiß...). Das Wetter (einsetzender Regen am Abend) gefiel Wolfgang überhaupt nicht gut, während sich Stefan aufgrund seiner hitzebedingten Atemnot über die Wetterentwicklung freute. Das brachte ihm weitere Minuspunkte, auch im Rückblick der vorangegangenen technischen und körperlichen Defekte, ein. Ach ja: Fahrtzeit / Dauer: 5 h / 8 h Länge: ca. 48 km Höhenmeter: ca. 2000 *Fachidiot |
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3.
Tag, 3. Etappe (06. Juli 1998) Marathon-Tag
Nach einer Scheißnacht im Rif Contrin (2016 M.ü.NN) bedingt durch ein Quitschebett und relativ kaltem ,,Schlafzimmer" ging's es an ein ebenso bescheidenes Frühstück. Hierzu mußten WIR !!! die Hüttenbetreiber wecken (großer Minuspunkt). Gegen 8:30 Uhr wurde uns Einlaß gewährt. Zunächst begaben wir uns mit zwei Brötchen im Bauch- in einen wirklich guten Downhill mit allen Schikanen nebst Bachüberquerung in einem Idyll von einem Tal (Val di Contrin) nach Canazei (1468 M.ü.NN) um dort unsere Nahrungsreserven aufzufüllen. Ab Canazei folgte dann ein vereinsinternes Rennen die SS48 hinauf. Im, IchWillErsterObenSeinRausch" fuhren wir stramm am Albergo Pordoi (1945 M.ü.NN) vorbei, bis zum Passo Pordoi (2242 M.ü.NN). Zu spät, stellte Wolfgang fest, hatten wir bemerkt, daß die letzten 300 Höhenmeter zu viel erbikt wurden. Man hätte nämlich am Albergo Pordoi abbiegen müssen... Schnell war der Schuldige gefunden und kurze Zeit später fuhren wir hurtig bergab um anschließend gleich wieder steil, und zwar sehr steil, auf einer schneebefreiten Skipiste hinaufzupiddeln. Ein Skigebiet im Sommer sieht so ziemlich Scheiße aus -> Tourismus eben... Ab dem Rif Belvedere (2338 M.ü.NN) wurde es dann total geil. Einen Trampelpfad am Steilhang (gut fahrbar) ca. 3 km lang mit ständigem Blickkontakt auf das Marmolada Massiv mitsamt seinem Gletscher. Unter uns der Stausee ,Lago di Fedaia' mit Blick auf die Staumauer. Dieser Pfad schlängelte sich bis zur Porta Vescovo (2450 M.ü.NIN) Einfach phantastisch !!! Danach folgte wieder eine schöne und rasante Abfahrt über Skipisten Richtung Vallazza (1464 M.ü.NN). Hubert erwieß sich als akribischer Pfadfinder und entdeckte die bessere Variante des Centiero 634, nach einigem Raten wo der Weg wohl geblieben sei. Unser Mittagessen nahmen wir kurze Zeit später in einem alten, jedoch sehr gut ausgebauten Bunker (Forte Ruaz) zu uns. Einige weitere Momente später wurde es auch schon wieder steil und wir schraubten uns erneut von 1458 M.ü.NN auf 2109 M.ü.NN. Während Stefan, angetrieben durch das nudelreiche Mittagessen, Günter und Hubert mit sich den Berg hoch sog, hatten Ralf und Wolfgang nicht die gleichen Ambitionen ihrer Teamkameraden und piddelten gemütlich ihren Tritt bergauf. Schnell vergaßen wir jedoch die Qualen als es oben auf Paßhöhe (2330 M.ü.NN) immer am Steilhang Klippen-ähnlich weiter ging. Irgendwie fanden wir jedoch den vorgeschriebenen Pfad bzw. Weg Nr. 24 ums Verrecken nicht. Und das war schlecht... denn wir verfuhren uns zum zweiten Mal und landeten im Valle di S.Cassiano (ca. 1600 M.ü.NN) um von dort wieder rauf zum Passo di Valparola (2168 M.ü.NN) zu pedalieren (auf Asphalt). Das Übernachtungsangebot des Rif Passo di Valparola sagte uns nicht zu und so entschlossen wir uns bis kurz vor Cortina D. Ampezzo zu rollen, um dort zu Übernachten. Lange ging es bergab bis nach Pocol (1550 M.ü.NN) durch eine immer kühlere Abendluft. schließlich war es schon ziemlich spät nach ca. 11 Stunden im Sattel, 78 km in den Beinen und 3000 Höhenmetern... Im Hotel Pocol versorgte uns Hubert mit Zeitungspapier um die Schuhe zu trocknen und wir belohnten uns dann mit einem ausgezeichneten abendlichen Menü, einem geruhsamen Abend englische Art -verwöhnt von Sylvia. Fahrtzeit/ Dauer: 8 h / 11 h Länge. ca. 78 km Höhenmeter: ca. 3000 |
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4.
Tag. 4. Etappe (07. Juli 1998) Wasch-Tag
Abfahrt aus Pocol um 9:15 Uhr. Die ersten 800 Höhenmeter, erst Asphalt, dann Schotterweg, liefen fast wie von selbst. Der eigentliche ,harte' Einstieg der Tour begann auf 2330 M.ü.NN, dem oberen Eingang zum Travenanzestal. Es ging zwar nur bergab, aber das Problem war den rechten Weg zu finden, was sich oftmals schwierig erwies. Interessant war, daß in diesem Tal wohl im ersten oder im zweiten Weltkrieg (oder sogar in Beiden) harte Kämpfe stattgefunden haben. Die Spuren der hausenden Soldaten waren in Form von Konservendosen, Schützengräben und Stacheldraht leicht zu erkennen. Unser Weg führte an einem kleinen Bach, dem Rio Travenanzes entlang, der wohl in regenreichen Zeiten dafür gesorgt hatte, daß der eigentliche Wanderweg sich in ein trockenes Flußbett verlief, daß teilweise einige hundert Meter breit war. Mal verlief der Weg rechts, mal links vom Rio, was letztendlich dazu führte, daß wir mit dem Rad diesen mittlerweile größer gewordenen Fluß überqueren mußten = nasse Schuhe. Irgendwann befanden wir uns dann im eigentlichen Talende auf einer Meereshöhe von 1400 M.ü.NN. Es begann zu nieseln. Der Himmel sah irgendwie auch nicht besonders freundlich aus. Wir fuhren schon auf Asphalt auf der SS 51, als das Nieseln sich zum unfreundlichen Dauerregen entwickelte. Schnell hatten wir ein Straßenrestaurant entdeckt in das wir uns einnisteten. Nach Spaghetti, KäseSchinken-Toast, Cola und Cappuccino ging's erst nach ca. 2 Stunden Aufenthalt weiter. Der zeitliche Verlußt zwang uns diese Tagesetappe zu modifizieren. So fuhren wir nicht das abgelegene Val Grande, sondern die asphaltierte SS5I nach Cortina d' Ampezzo (1224 M.ü.NN). Hier füllten wir alle, bis auf Günter unsere Geldreserven auf Spätestens ab diesem Zeitpunkt wußte nun auch Günter, daß die PIN Codes von Euro- und EC Karte nicht die Gleichen sind. Mit diesem neuen Wissen fuhren wir dann auf der SS48, einer relativ stark befahrenen Straße, bis zum Passo di Tre Croci (1808 M.ü.NN). Ab diesem Moment waren wir theoretisch (und auch praktisch) wieder auf unserer Originaletappe. Schon fing's wieder an zu nieseln... Vor der nun folgenden Abfahrt hatten wir uns unsere Regenjacken übergestülpt, was sich kurz darauf als überaus weise Entscheidung herausstellen sollte. Ca. 7 km vor unserer geplanten Übernachtungsstelle sahen wir, leicht bergauf fahrend, eine etwas dunkle Wolke von links um die Ecke biegen. Kaum ward sie gesehen, brach auch schon die Hölle über uns herein. Irgendein Frevler der germanischen Götterwelt hatte wohl die eigens für diese Tour geopferten Bike Handschuhe abgehängt und vollgeschissen. Ein Wolkenbruch der ganz leckeren Art, vermischt mit Gegenwind Stärke 6-7 übertraf unsere kühnsten Erwartungen in Sachen Unwetter. Hurtig stellten wir uns in der nächst möglichen Bleibe unter. Und das war das Foyer eines Kinderkrankenhauses. Mittlerweile ging draußen der Punk ab. Mit der Gewitterwolke auf Du und Du schauten wir durchnäßt bis auf die Haut dem gewittrigen Schauspiel zu. Sturm, Wolkenbrüche und Blitze wechselten sich ab. So standen wir zum zweiten Mal an diesem Tag für ca. eine Stunde sinnlos herum. Endlich traute sich Stefan, der Hartgesottene, einmal hinter das Kinderkrankenhaus zu gucken. Dort standen alle 200 Meter ein Hotel nach dem anderen. O.k. Räder unter die Arme und los ging's durch den immer noch währenden Schauer. Zum Glück ist dort oben im Sommer Nebensaison, so daß Zimmer leicht zu kriegen sind. Nach dem sicheren Unterbringen der Bikes und dem Volltröpfeln des Hotelempfanges gab es erst einmal eine heißen Dusche in sehr merkwürdigen Duschkabinen. Die Nachbarspizzeria hatte wider Erwarten keine Pizza, so daß wir mickrige Mahlzeiten á la Kinderteller zu Erwachsenenpreisen im Hotel zu uns nehmen mußten. So nächtigten wir am Lago di Masurina (1756 M.ü.NN) und schauten einem sich aufklärenden Abendhimmel zu - mit knurrendem Magen. Höhenmeter: 1500 Fahrtzeit / Dauer. 5 h / 9 h Länge: ca. 45 km |
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5.
Tag. 5. Etappe (08. Juli 1998) Geil-Tag
Logischerweise mußte das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen für die mangelhafte Abendspeise büßen ! Der Morgenhimmel war er kitschblau und die Luft eiskalt. Irgendwie hatte jemand die Idee besser mit Skiern und Snowboards weiterzumachen. In langen Hosen (das erste Mal) fuhren wir trotzdem weiter bergauf. Die von Hand gepflegte Drei-Zinnen-Maut-Straße (ohne Mautgebühr für Biker, Lit.30.000 für PKW Hä,hää!) führte uns auf Asphalt bis zum Rif. Auronzo auf 2320 M.ü.NN. Von da ab ging's über einen wunderbar ausgetretenen Wanderweg, der an diesem 07.Juli fest in japanischer Hand war. Hunderte von Fotoapparaten waren auf uns gerichtet. Es ging noch weiter rauf bis zum Paternkofel (Drei Zinnen-Hütte auf 2405 M.ü.NN). Am Fuße der drei Zinnen, die immerhin noch 600 Meter über unseren Köpfen ihr Ende fanden, hielten wir uns aufgrund der eisigen Kälte nicht lange auf. Der Himmel immer noch blau aber Temperaturen um den Gefrierpunkt ließen uns schlotternd bergab fahren. Aus irgendeiner einsamen Wolke schneite es und gab uns langsam aber sicher die Gewißheit, daß Odins Handschuhe weg waren. Doch Traumtrials bis ins Val di Rimbon verdrängten Zweifel und mit jedem Meter bergab wurde es merklich wärmer. So vernichteten wir 1000 Höhenmeter. Natürlich hatte Stefan seinen täglichen Platten und Hubert fing an Stefans Plattenrekord zu übertrumpfen. Leider hatte sich Service-Ralf unerlaubt von der Gruppe getrennt, so daß Hubert eine längere Schiebepassage in Kauf nehmen mußte, da er die Material-Checkliste nicht so ganz erst genommen hatte. Mit finsterer Mine legte er selbst Hand an und reparierte den Schaden. Einige Kilometer weiter unten Traf Huberts Fluch schließlich auch Ralf und verpaßte auch ihm einen luftleeren Raum im Hinterrad. Wieder bester Stimmung fuhren wir ein kurzes Stück um uns im ,Drei-Zinnen-Blick' (1420 M.ü.NN an der SS5I) zu stärken. Auf Asphalt ging es danach weiter, die SS51 endlich hinter uns lassend ins Val Gotres. Ein herrliches Tal mit kleinen Brücken stets am Gottresbach entlang. Größtenteils fahrend, aber manchmal auch schiebend ging es immer weiter auf den Berg bis zur Forc. Di Lerosa (2020 M.ü.NN) wieder runter zum Rif Ra Stua (1668 M.ü.NN), dann wieder aufwärts schiebend/fahrend zum Rif Sennes (2122 M.ü.NN). Die Hütte = GEIL. Sauber ausgebaut, es gab warme Duschen und kaltes Weizenbier (Kristall und Hefe). Es wurde ein dufter Abend. Eine Gitarre, eigens für Stefan importiert, rundete die Sache noch ab. So wurde es recht spät, bis die ersten Kinder einer Jugendgruppe am Tisch abknackten. Mittlerweile schneite es draußen recht heftig... Wir alle sprachen noch ein Gebet für den nächsten und letzten Tag unserer Tour. Geleistete Höhenmeter: 2000 Fahrtzeit/ Dauer: 4 h / 5,5 h Länge: ca. 40 km (exclusive Schiebepassagen) |
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6.
Tag. und letzte Etappe (09. Juli l998) "Huberts Plattentag"
Abfahrt gegen 8:30 von der Sennes Hütte (2122 M.ü.NN). Wie schon erwähnt, es war ein dufter Abend und der darauffolgende Morgen glücklicherweise nicht schneeweiß, sondern nur eiskalt (ca. 2 0C). Mit langen Hosen ging's steil (und geil) bergab ins Valle di Rudo auf ca. 1540 M.ü.NN um auf einem langen Asphaltstück die ersten 25 km schnell hinter sich zu lassen. Sankt Vigil in Enneberg, Zwischenwasser und St.Martin wurden so durchquert. Im Laufe des Vormittages erwärmte sich endlich auch wieder die Luft. So konnten wir wieder kurz bekleidet unsere gestählten Körper den gierigen Sonnenstrahlen aussetzen. In Campill (1400 M.ü.NN) ging es Anfangs wieder über Asphalt, der aber schon bald ab ca. 1860 M.ü.NN in eine Schotterstraße überging. Ralfs unmenschlichen Wadenkräfte brachten seine Radkette zum Zerbersten, was nur der Anfang eines interessanten Tages sein sollte. Später, nach erfolgter Reparatur, weiter aufwärts radelnd, passierten die Biker die Schlüterhütte (2297 M.ü.NN), dann wieder Downhill runter auf 2063 M.ü.NN, noch weiter runter zu Zanser AIm auf 1685 M.ü.NN und danach wieder Uphill zur Gschnagenhardtwiese (2048 M ü.NN) Immer Downhill fahrend und Uphill schiebend / tragend. Ab hier führte uns die Tour über schmale Singletrials, Waldwege und Schotterpisten bis zur Flitzer Scharte (2107 M.ü.NN) über eine Felsentrial bis zur Heiligen-Kreuz-Kapelle (2198 M.ü.NN). Was uns jetzt erwartete stellte alles bisher Da gewesene in den Schatten. Ein Traum von einem Felsenmeer und mittendrin unser Downhill. Dicke Felsplatten, wohl von Römern oder neuzeitlicheren Soldaten gelegt, bildeten einen Weg, der es aber mächtig in sich hatte. Tierische Neigungen = den Sattel runter und los geht's !! Super Fun für alle die So was gerne fahren garantiert (Moser würde wohl ,Extrem' schreiben). Vor überschwänglicher Freude überschlug sich zuerst Günter und dann Wolfgang. Stefan hatte die Akrobatik live miterlebt und ihm wurde vom Zugucken schon übel. Irgendwie haben es die Beiden aber zum Glück ohne größere Verletzungen überstanden. Weiter unten, zurück in moderaterem Gelände nahm dann ein anderes Schicksal seinen Lauf. Hubert wollte endgültig und zweifelsfrei die Spitze der Platten - Bestenliste übernehmen. Und damit ihm da gar keiner mehr dazwischen kommen konnte, hatte er es irgendwie so arrangiert, daß auf einer Länge von 2 km der Plattenteufel genau 6 mal (in Worten:: Sechs !!!) zuschlug. Über Ursachen wurde lange diskutiert und gefachsimpelt. Doch irgendwann hielt dann die Luft bis zum Wagen. Obwohl… auf dem Autodach schlug das Reifenvakuum erneut zu. Die Rache der Leichtigkeit ! Ralf hatte vom Pumpen mittlerweile Unterarme wie Popeye und mächtig die Schnauze voll. Doch in Lajen, unserem Start - und Zielort, war alles schnell vergessen und eine Runde Leckeeis, spendiert von Hubert, dem Plattenking, beruhigte die aufgebrachten Gemüter. Bevor wir jedoch Italien hinter uns ließen, wollten wir endlich eine PIZZAAAA… Hatte bisher ja nicht geklappt. So geschehen auf der alten Brennerstrasse (In Klausen abbiegen, Richtung Brenner, die erste Fressstation rechts. Dort wo die vielen LKWs stehen). Die Teigscheibe war einfach nur gigantisch göttlich. Und super geschmeckt hat's auch . Ein gelungener Abschluß könnte man meinen, wenn da bloß nicht die lange Heimreise wäre. Stefan wollte noch über die Schweiz heimfahren, damit er endlich die verdammten schweizer Franken ausgeben konnte. Er wurde aber überstimmt und so nahmen wir den kürzesten Weg. Er versuchte aber dennoch die Franken bei McDonalds in Greding loszuwerden. Die hätten zwar Sloties genommen, aber Franken waren für die nur Spielgeld. Zu guten Letzt die Tages- und Tourdaten: Fahrtzeit / Dauer 6 h / 10 H Länge: ca. 75 km Höhenmeter: ca. 2000 |
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