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Es ist erstaunlich, wie kleine Dinge unsere Ausdauer beeinflussen können. Wir haben alle untenstehenden Fehler schon einmal irgendwann begangen, manchmal sogar öfter. Wir haben jedoch daraus gelernt und helfen Neueinsteigern diese Fehler NICHT zu machen. Schau Dir die Fehler an, versuche sie zu vermeiden und Deine Leistung wird sich schnell ohne grossen Mehraufwand verbessern.
Fehler # 1: Immer bis an die eigenen Grenzen gehen.

Der professionelle Biker rechts auf dem Bild trainierte im Frühjahr hart, sehr hart. Er gab im Training stets alles was sein Körper bot. Gegen Sommer, zur Rennsasison, flachte seine Leistung ab. Weder im Training noch auf Wettkämpfen konnte er die Leistung geben, die er im Frühjahr noch hatte.

Seine Entscheidung: Ich habe nicht hart genug trainiert. Deshalb wurden seine Touren härter, länger und die Höhendifferenz grösser. Zusätzlich noch ein Intervalltraining pro Woche. Die Berge die er zuvor in einem niedrigen Gang fahren konnte, bewältigte er bald nur noch mit einer grossen Übersetzung. Zum Schluss war er so frustriert über seine Leistung, dass er sein Bike verkaufte.Jetzt spielt er Golf.

Was uns diese extreme Geschichte sagen will ist: Gib Deinem Körper die Möglichkeit sich zu regenerieren bzw. baue zwischen den Trainingseinheiten auch Erholungsphasen ein. Pass Dein Training den Jahreszeiten an, schlafe ausreichend und lege eine gesunde und angepasste Diät für verlorengegangene km ein.


Fehler # 2: Zu wenig Schlaf

Es ist Fakt: Zu wenig Schlaf kann durch nichts ersetzt werden. Die beste und einzigste Möglichkeit besteht darin, jede Nacht 7 bis 9 Stunden die Augen zu schliessen. Verwende den gleichen Trick wie die Profis: Stelle Dir Deine Gegner trinkend an einer Bar vor, während sich Dein Körper von den Strapazen des Tages erholt.

Während Du schläfst arbeiten Leber, Nieren am effektivsten und Deine Muskulatur und Dein Geist sammeln Kräfte für den kommenden Tag.

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Fehler # 3: Versäumtes Training nachholen

Viele Biker folgen einem Trainingsplan. Rennfahrer und die meisten ernsthaften Biker haben einen strengen Plan, der diktiert, an welchem Tag für wie lange gefahren wird um die gesteckten Ziele zu erreichen. Hobby- und Freizeitfahrer neigen dazu versäumtes Training in einen freien Zeitraum zu quetschen, oder sogar das Training an einem anderen Trainingstag an einem Stück nachzuholen. Das ist schlecht. Zusammenquetschen des Trainings laucht Deinen Körper aus. Du hast keine Zeit Dich zu erholen und was Du erreichst, ist das Gegenteil von dem was Du eigentlich wolltest.

Vergiss das versäumte Training. Wenn etwas ansteht und Du kannst nicht trainieren, dann erledige es zuerst. Sehe den Tag als einen zusätzlichen Erholungstag an und trainiere am darauffolgenden Tag. Denke daran: Ein versäumter Trainingstag zerstört nicht Deine derzeitige Fitness. Es braucht schon zwei Wochen Pause um Deine Ausdauer nachhaltig zu beeinflussen.

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Fehler # 4:Konzentriere Dich nur auf das was Du gut kannst.

Vielleicht bist Du ja der BESTE Downhiller den man weit und breit je gesehen hat und lässt Dich deshalb mit Deinem Bike per PKW oder Gondel bergauf fahren. Oder Du bist ein Super Hillclimber und fährst nach erfolgter Gipfelbesteigung die Asphaltstrasse wieder vorsichtig herunter ? Wach auf und schnuppere mal an Deinem stinkenden Schlauchventil. Es ist Zeit die Stärken mit den Schwächen zu vertauschen. Wenn Du ein leidenschaftlicher Kletterer bist, dann verwende einen Tag pro Woche in der Du Dich intensiv mit einer Downhillstrecke beschäftigst. Du wirst früher oder später sicherer beim Bergabfahren. Wenn Du nicht klettern kannst, nimm Dir einmal pro Woche Deinen Hausberg vor. Der erste Monat wird grausam sein. Doch nach einigen erfolgreichen Befahrungen werden Dir längere Uphills leichter fallen.

Nach einigen Monaten 'Rollentausch' hast Du den Status "All-Round-Raider" erreicht. Und ganz nebenbei wirst Du schrecklich schnell.

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Fehler # 5: Niemals in einer Gruppe mitfahren

In der Gruppe fahren ist nicht nur etwas für Rennfahrer und Freaks. Die grösste Erkenntnis ist zweischneidig: 1) Du versucht ein Tempo zu fahren, dass Du nicht halten kannst und 2) Du siehst Deine Fahrleistung gegenüber anderen Fahrern. Biker die sich verbessern möchten. fahren pro Woche einmal auf einem sehr hohen Level. Das lässt sich am besten mit anderen, auf gleichem Niveau stehenden Fahrern, bewerkstelligen. Du zwingst Dich härter und länger zu fahren, als wenn Du Dich auf einem Solotrip befindest. Vergleiche mit anderen Fahrern geben Dir Aufschluss darüber, ob Dein Trainingsplan funktioniert. Kontinuierliche Verbessung ist schwer zu messen, doch wenn Du in der Gruppe zurückfaellst, merkst Du schnell das Du ein Fitnessproblem hast.

Neue Freunde und neue Wege der lokalen Bikearea sind ausserdem ein Added-Value der "Gruppen-Therapie".

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Fehler # 6: Immer hart fahren !

Machogehabe auf den Singletracks ist üblich. Klar ! Sicher kennst Du den hulkigen Typ (oder Girl) der langsamere Biker überholt und dann noch ruft "Immer hart fahren!", oder "Wer bremst verliert!" FALSCH! Variiere die Intensität jeder Tour. Deine komplette physische Erholung hängt davon ab. Noch wichtiger: Deine mentale Einstellung bleibt positiv, wenn Du Dich ab und zu mit einem leichten Ritt belohnst.

Das heisst zum Beispiel, nach einem harten Wochenendtrip oder einem anstrengenden Rennen fahre 1 bis 1.5 Stunden auf ebenem Gelände mit niedriger Pulsfrequenz.

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Fehler # 7: Erst essen, wenn Du Hunger hast

Iss BEVOR Du hungrig wirst !!! Nur zu leicht vergisst man die Einnahme eines Power Riegels oder Kolehydrat Gels wenn man sich gut fühlt. Wenn dann jedoch der Magen vor Hunger knurrt, ist es bereits zu spät. Dein Blutzucker ist im Keller, Deine Energiebank ist aufgebraucht und Dein "Power Output" ist jenseits von Normal. Eine realistische Regel sagt: Iss alle 45 Minuten Fahrtzeit einen Engergie Gel Pack oder einen Müsli Riegel, wenn die Tour über zwei Stunden Fahrtzeit hinaus geht. Für Ritte, die bei 4 oder mehr Stunden liegen, solltest Du alle zwei Stunden eine kleine Mahlzeit zu Dir nehmen. Bananen, hochwertige Powerriegel oder ein Erdnussbuttersandwich sind in guter Start.

Wenn Du total am Ende bist und Du glaubst Du schaffst es nicht einmal mehr nach Hause, besorge Dir eine Cola oder beiss Dich an der Snickers Bar fest. Der Zucker Schub hilft Dir die nächsten 30 Minuten - Aber nicht länger.

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Fehler # 8: Nicht genug Trinken

Nein, wir meinen nicht nach dem Biken im Pub. Es ist eine simple Tatsache, dass man Flüssigkeit kontinuierlich über den Tag verliert. Planst Du eine lange Tour Heute, Morgen und Übermorgen ? Dann gehe in die Küche, nimm ein Glas Wasser und trinke es leer. Nimm das nächste Glas Wasser und trinke es, nimm das nächste u.s.w. Den schlimmsten Fehler den Du machen kannst, ist dehydriert eine grosse Tour zu beginnen. Ein gut gewässerter Fahrer schafft zwei Stunden Fahrt mit nur einer Flasche Wasser, aber das wars dann auch schon. Nimm ausreichend Wasser mit auf grössere Touren. Mixe das Wasser mit Karbohydrat- und Mineralprodukten. Du musst Karbohydrate und Elektrolyte während Deiner Tagestour ersetzen. Wasser ist jedoch essentiell.

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Fehler # 9: Hart trainieren wenn Du krank bist

Wenn Du eine leichte Erkältung hast, kannst Du darüber hinweg sehen und wie gewohnt trainieren. Steige jedoch niemals aufs Bike wenn Du Fieber hast ! Die Krankheit kann sich verschlimmern wenn Du diese Regel missachtest. Dein Körper braucht die Energie um den Eindringling bzw. den Virus zu bekämpfen. Darum steht weniger Energie fürs Pedalieren zur Verfügung. Lass das Training sein oder reduziere es entsprechend bis Du vollständig geheilt bist. Wenn das der Fall ist, warte noch ein paar Tage bevor Du das "härtere" Training wieder aufnimmst. Dadurch schonst Du Deine Abwehr und beugst Rückfällen vor.

Rückfaelle sind oft schlimmer als die eigentliche Krankheit und halten Dich noch länger vom Biken ab.

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Fehler # 10: Eine negative Einstellung

Jeder hat mal einen schlechten Tag auf dem Bike. Schwamm drüber ! Auch professionelle Biker haben Tops und Flops. Jeder kennt die Tage an denen man sich fühlt wie der King und solche Tage an dene man sich lieber selbst aus dem Wege gehen möchte. Lass diese Tage (oder Wochen) nicht unter Deine Haut gehen. Stress auf der Arbeit oder zu Hause, Traurigkeit oder das Leben im Allgemeinen können Dich glauben machen, Du wärst eine Schnecke auf den Bike. Eine Gehaltserhöhung, ein grosser Geschäftsabschluss, Deine Hochzeit oder ein neuer Job bewirken einen vorrübergehenden Anstieg Deiner Bike-Energie. Alles was Du tun kannst ist es zu akzeptieren. Bedenke jedoch : Es ist vorrübergehend. Denke an schöne, positive Dinge oder Erlebnisse. Sie werden Dir durch die harte Zeit helfen.

Wenn Du Dir ständig selbst einredest "ich bin langsam, ich habe nichts drauf" wird sich diese Prophezeihung auch bald erfüllen.

Hoch